Candombe ist ein uruguayischer Musik- und Tanzstil, der von afrikanischen Sklaven stammt. Er gilt als wichtiger Aspekt der Kultur Uruguays und wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe der Menschheit anerkannt. Dieser uruguayische Musikstil basiert auf drei verschiedenen Trommeln: Chico, Repique und Piano Drums. Dieser Musikstil wird normalerweise im Februar während des Karnevals in Montevideo, Uruguay, bei Tanzparaden namens „Llamadas“ und „Desfile Innaugural del Carnaval“ gespielt. In den späten 1960er und frühen 1970er Jahren wurde Candombe mit Elementen der Popmusik der 60er Jahre und Bossa Nova vermischt, um ein neues Genre namens Candombe Beat zu schaffen. Der Ursprung dieses Genres wurde weitgehend der Arbeit von Eduardo Mateo, einem uruguayischen Sänger, Songwriter und Musiker, zugeschrieben. Dieser Stil wurde später von Jaime Roos und Ruben Rada sowie mehreren in Montevideo ansässigen Bands übernommen, die ihn weiter mit Rock vermischten. In geringerem Maße wird Candombe in Argentinien, Paraguay und Brasilien praktiziert. In Argentinien ist es in Buenos Aires, Santa Fe, Paraná und Corrientes zu finden. In Paraguay wird diese Tradition in Kamba Kua (Camba Cua), einer afro-paraguayischen Gemeinde in Fernando de la Mora bei Asuncion, fortgesetzt. Auch in Brasilien behält es noch seinen religiösen Charakter und ist im Bundesstaat Minas Gerais zu finden.