Neo-Klassik ist ein Subgenre der Dark Wave-Musik, das in den frühen bis mittleren 1980er Jahren in Großbritannien entstand. Es zeichnet sich durch einen klassischen Ansatz aus, der auf akustischer Instrumentierung und elektronischer Klangsimulation basiert, oft erzeugt durch Synthesizer und Sampler. In den frühen 1980er Jahren zeigten zahlreiche Post-Punk-Bands ein Interesse an Kunstmusik und klassischer Musik, konnten aber nicht die erforderliche technische Kompetenz erreichen. Zu dieser Zeit wurden die Venomettes-Mitglieder Virginia Hewes, Anne Stephenson und Martin McCarrick – Absolventen des Royal College of Music und der Guildhall School of Music and Drama – zu einflussreichen Figuren der britischen Post-Punk- und New Wave-Szene und begannen die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl wegweisender Künstler, darunter The Cure, The Glove, Siouxsie and the Banshees, Anne Clark, Marc Almond, This Mortal Coil, Virginia Astley, Peter Murphy, Sex Gang Children, Virgin Prunes und Skin. Die Einbeziehung traditioneller Musikinstrumente, insbesondere Chordophone wie Violine, Cello und Piano, wurde zu einem Standard für viele Dark Wave-Produktionen der 1980er Jahre. Kurz darauf gaben die aus Großbritannien stammenden Post-Punk-Acts Dead Can Dance und In the Nursery konventionelle Rockstrukturen zugunsten von Instrumentierung, Klangsimulation und Kompositionstechniken auf, die mit klassischer Musik und Filmmusik assoziiert werden, und produzierten eine Reihe wichtiger Langspielwerke.