Experimental

Electronic

Experimentelle Musik weicht bewusst von etablierten musikalischen Normen (eines bestimmten Genres oder der Musik im Allgemeinen) ab. Musik fast jeden Genres kann als experimentell angesehen werden – aber der Begriff wird am meisten mit den abstrakteren und herausfordernderen Strömungen elektronischer Musik, Jazz und der modernistischen Avantgarde der Mitte des 20. Jahrhunderts in Verbindung gebracht. Experimentelle Musik kann neue Kompositionstechniken erforschen (z.B. John Cages Verwendung des I Ging oder Steve Reichs Prozessmusik), neue musikalische Formen (z.B. Drone Music oder freie Improvisation), ungewöhnliche Instrumente (z.B. das Theremin oder Harry Partchs selbstgebaute Instrumente), außermusikalische Klänge (z.B. Musique Concrète oder Matmos), „Extended Technique“ (Instrumente auf ungewöhnliche Weise spielen – z.B. Cages präpariertes Klavier), mikrotonale Skalen, Minimalismus (z.B. Lowercase Music), unerwartete stilistische Fusionen, abrasive Klangfarben und Rhythmen oder jeden anderen Aspekt der Musik. Als solches ist „experimentelle Musik“ nicht wirklich ein einzelner Stil mit einem bestimmten Klang. Es ist eher eine Sensibilität: ein Bemühen, neue musikalische Grenzen zu erkunden und die Grenzen des musikalischen Erlebnisses zu erweitern.

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