Goa Trance

Electronic

Der Begriff Goa Trance wurde erstmals 1994 verwendet und 1996 in Psy Trance geändert. Anfangs vermischten sich die Begriffe Goa und Psychedelic, wobei der vollständige Begriff Psychedelic Goa Trance war, später, als sich der Sound nach 1998-1999 entwickelte, wurde der Begriff Goa nur noch in Bezug auf den alten Sound und die Veröffentlichungen vor 1999 verwendet. Laut Goa-Legende DJ Chicago in einem Interview im Mushroom Magazine „... wurde es Mitte der 90er Jahre sowohl als Goa Trance als auch als Psychedelic Trance bekannt. Soweit ich mich erinnere, waren sie austauschbar“. Psychedelic Trance erbte zusammen mit seinen Subgenres die Kontinuität des Begriffs Goa. Die ersten spezifischen Labels waren Dragonfly Records, die im August '93 die Compilation Project II Trance & Underground French-Kommunikation herausgaben. Dann wurden viele „Goa“-Labels in London gegründet: TIP, Platipus, Matsuri, Flying Rhino, Blue Room Released, Bomm Records, CelticRecords, Sirius Records, Phantasm & Symbiosis Records. Diese Explosion von Labels in London wurde möglich, nachdem Paul Oakenfold dem Goa-Sound in „The Essential Mix“, einer beliebten Radiosendung auf BBC Radio 1, Legitimität verlieh. Währenddessen wurden in Deutschland Goa-Künstler über klassische Trance-Labels wie Gaia Tonträger, Tunnel Records, Polytox Records, Spirit Zone Recordings und Eye Q Records verbreitet und der Stil wurde auch in Israel mit Gruppen wie Astral Projection oder Infected Mushroom sehr populär. Viele Goa Trance-Fans betrachten die 12″ „Etnica Tribute“ als Meilenstein des Stils. 1998 nahm die Szene eine andere Richtung an, dunkler und repetitiver wie Techno. Dieser Stil des „Goa Trance“ ist also eigentlich Psy Trance. Goa Trance wird in einem Tempo von etwa 130-150 bpm gespielt. Diese Art von Trance ist hypnotisch, mit pulsierenden Melodien, schwebenden Basslinien und verwendet viele mittelasiatische musikalische Phrasierungen. Ein beliebtes Element von Goa Trance ist die Verwendung von Samples, oft aus Science-Fiction-Filmen und allem, was sich auf Esoterik bezieht. Die meiste verwendete Technologie waren beliebte analoge Synthesizer. Ein weiteres Merkmal des Stils ist, dass die DJs DAT-Player verwendeten, um ihre Sets auszuführen, da diese praktischer für Reisen und weniger empfindlich gegenüber Strandsand sind. Da der DAT kein Pitch-Kontrollsystem hatte, war der Mix zwischen den Songs sehr kurz und nicht unbedingt im Tempo. Eine weitere „Goa“-Tradition ist es, eine Pause zwischen den Sets zu machen, damit die DJs ihre Popularität am Applaus der Tänzer einschätzen können.

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