Italodance ist im Wesentlichen Eurodance (oder Euro House) Musik, die in Italien produziert wird. Genauer gesagt, ist es ein Subgenre der House Music, das in den 1990er Jahren in Diskotheken in den meisten Teilen Europas, insbesondere aber in Italien, populär war. Dieser Stil, der sehr formelhaft ist, verwendet in hohem Maße Synthesizer: starke Basslines, stampfende Beats, mit einem festen Tempo zwischen 120 und 160 Schlägen pro Minute. Ein typischer Song wird von männlichen Rappern in den Versen und weiblichen Sängern im Refrain gesungen, aber Variationen dieser Formel sind häufig. Songs mit starker Sampling-Nutzung sind nicht selten. Instrumentale Veröffentlichungen waren ebenfalls recht häufig. Während Eurodance aus einer gegenseitigen Beeinflussung verschiedener Genres wie Hip-Hop, House, Disco und Hi-NRG entstand, lässt sich Italodance stärker von der Italo Disco der 1980er Jahre inspirieren, wobei mehrere Produzenten aus der Italo Disco Ära überwechselten, was dem Italodance einen deutlichen Klangunterschied zum Eurodance verlieh. Die Produktion von Italodance erstreckt sich über die gesamten 1990er Jahre, erreichte aber ihren Höhepunkt zwischen 1993 und 1996. In dieser Ära war die Produktion absolut massiv; viele Platten wurden schnell produziert, was zu einer inkonsistenten Ausgabequalität zwischen den Veröffentlichungen führte. Dennoch brachte die Italodance-Welle eine beträchtliche Anzahl international erfolgreicher Acts hervor, wie Whigfield, Ice MC, Corona, Da Blitz, U.S.U.R.A., Double You, Alexia, Gala und andere. Das Genre wird manchmal erweitert, um Acts der späten 90er/frühen 2000er Jahre wie Eiffel 65, das spätere Werk von Gigi d’Agostino und Paps & Skar einzubeziehen, die ebenfalls sehr erfolgreich im Ausland waren.