Die Wurzeln des Progressive House liegen hauptsächlich in Großbritannien zu Beginn der 90er Jahre, geprägt von Produzenten wie William Orbit mit seinem Guerilla-Label und Leftfield mit ihrem Hard Hands-Label. Zwei britische DJs, Sasha & John Digweed, trugen dazu bei, den Sound im Club „Renaissance“ populär zu machen. Das Label Limbo Records, das aus dem legendären Glasgower Plattenladen 23rd Precinct hervorging, war ebenfalls ein wichtiger Akteur des Stils. Einer der größten Hits des Genres war „Passion“ von Gat Decor. Typische Elemente des Stils sind House-Rhythmen um 125 BPM; eine dubbige, galoppierende/stampfende Bassline; und eine verträumte, spacige Atmosphäre. In gewisser Weise ist es eine Kombination aus House und Trance, wobei die soulful, tanzbaren Elemente abgeschwächt und durch lange Akkorde und dubbige Sound-Details ersetzt werden. Es entwickelte sich zu einer minimalistischeren Ästhetik mit dem Aufkommen einer neuen Szene im Jahr 2003, angeführt von Musikern/DJs wie James Holden & Nathan Fake vom Label Border Community. Verwandte Stile sind Progressive Breaks, Progressive Trance und Progressive Psytrance. Es ist oft schwierig zu sagen, ob ein bestimmter Track streng Progressive House, Progressive Breaks oder Progressive Trance ist, daher fassen die Leute die drei Genres oft unter einem einzigen „Progressive“-Oberbegriff zusammen.