Traditionelle House-Musik kombiniert mit Weltmusik, Tribal House zeichnet sich durch den starken Einsatz von Perkussion (typischerweise Conga-Drums oder ihre synthetische Ableitung) über einem House-Tempo (120/125 BPM) aus. Die Wurzeln des Tribal House liegen primär in Florida, wo der karibische perkussive Sound die Post-Electro-Szene stark beeinflusste; Rey Rodriguez, Tony Carrasco, MURK und George Acosta waren dort die Vorreiter und trugen dazu bei, Miami als eine wichtige Clubbing-Stadt zu etablieren. Tribal House gewann von den frühen 90ern bis in die frühen 00er Jahre an Popularität, besonders in New York, dank Produzenten wie Kenny „Dope“ Gonzalez, Eric Kupper (alias K-Scope), Danny Tenaglia, Hex Hector und Mac Quayle (alias HQ2), Barry Harris und Chris Cox (alias Thunderpuss), Peter Rauhofer (alias Club 69), Little Louie Vega, Ralphi Rosario und Abel Aguilera (alias Rosabel), Victor Calderone und Junior Vasquez, unter anderem. Es gibt auch eine Benelux-Schule, die ein Erbe der Karnevalstradition ähnlich wie in Mittel- und Südamerika ist; die Labels Wonka Beats, Touché, Outland und Global Cuts sind Vertreter davon. Die Londoner UK-Schule nimmt mehr Einflüsse von jamaikanischen Sounds wie Raggamuffin und integrierte sie in Progressive House mit Leftfield; Beispiele sind Fabio Paras und KLF.